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Volleyball-Verband Berlin e.V.
 

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Gold beim Bundespokal Beach in Damp

Bei Bundespokal Beach erreichte das Berliner Auswahl-Team Mortiz Eckardt/ Erik Röhrs die Goldmedaille. Auch die anderen 3 Teams zeigten starke Leistungen und mit ein wenig mehr Glück im richtigen Moment wäre auch eine weitere TopTen-Platzierung möglich gewesen.

Am 20. Juli 2017 ging es für 4 Berliner Teams zum Bundespokal Beach nach Damp. 4,5h in etwa braucht man vom Sportforum bis zum Strand in Damp. Auf einigen besonders kreativen Routen auch mal länger. So kam es dann auch das beide Autos 1,5h zeitversetzt ankamen. Während die Mädels sich im Training vor Ort schon mal mit den Bedingungen an der Küste vertraut machten, kämpften sich die Jungs noch durch den letzten Stau. Nur leicht bewölkt, 20 Grad und wenig Wind - so könne das Wetter bleiben, dachten sich alle. Wir werden sehen …

Nach verspäteter Ankunft und Anmeldung konnten dann auch die Jungs noch ihre Trainingseinheit absolvieren. Währenddessen beobachteten die Mädels die letzten Teams am Strand – vielleicht wurde auch schon gescoutet – und man hielt schonmal Ausschau, wer denn von den Mädels gewinnen könnte. Bevor es dann zur Unterkunft ging, stärkten wir uns alle sportlergerecht mit einer Pizza beim Italiener.

Freitag ging es dann endlich los. Je 32 Teams bei den Jungs und bei den Mädels starteten in acht 4er Gruppen. Die Gruppenersten qualifizierten sich dabei direkt für das 16er Double-Out, Gruppenzweite und -dritte mussten in einer Zwischenrunde gegeneinander antreten um sich für das 16er Double-Out zu qualifizieren.

Den Anfang machten die Mädels. Bei bestem Wetter und nur leichtem Wind starteten die Teams Leonie Freytag / Hanka Roßbach und Vivi Lefherz / Elena Bullemer ins Turnier. Leo und Hanka trafen auf den Vorjahreszweiten und konnten sich mit einer sehr guten Leistung präsentieren. Am Ende ging es nur denkbar knapp 13:15 und 17:19 für ihre Gegner aus. Vivi und Elena konnten sogar nach einem 13:15 im ersten Satz, im zweiten Satz zeigen welches Potenzial sie haben und den Satz 15:7 für sich entscheiden. Im dritten Satz blieb es bis zum Ende spannend, wobei dieser leider 14:16 verloren ging. Am Ende der Gruppenphase konnten Leo und Hanka sich Platz 2 in der Gruppe mit 2 gewonnen Spielen und Vivi und Elena Platz 3 mit einem gewonnenen Spiel erkämpfen. Somit mussten beide Teams in die Zwischenrunde, die Leo und Hanka klar 2:0 (15:11, 15:6) für sich entschieden. Vivi und Elena mussten sich leider 1:2 (15:10, 11:15, 12:15) geschlagen geben. Damit war also klar, dass Leo und Hanka am nächsten Tag um die Plätze 1-16 und Vivi und Elena um die Plätze 17-32 spielen werden.

Bei den Jungs sah es am Ende des Tages ähnlich aus, wobei der Start ins Turnier noch besser verlief. Toni Wenzlaff und Lui Wüst konnten in der Gruppe 2 Siege verbuchen, mussten sich dann aber in der Zwischenrunde 0:2 geschlagen geben. Vielleicht wäre hier sogar mehr drin gewesen, wenn die Krämpfe nicht verhindert hätten, an die vorhergehende Leistung anzuknüpfen. Somit stand fest, dass am Samstag im unteren Baum um die Plätze 17-32 gespielt wird. Moritz Eckardt und Erik Röhrs dagegen wurden nicht nur Gruppenerster, sondern machten mit ihren deutlichen Ergebnissen eine klare Ansage wohin die Reise gehen soll. 2:0 (15:4, 15:5), 2:0 (15:9, 15:10) und 2:0 (15:12, 15:11) bedeutete die direkte Qualifikation für das Double-Out um die Plätze 1-16.

Am Samstag starteten dann die Double-Outs. Bei sehr schwierigen Bedingungen (stürmisch und Regen) fiel es allen Spielern schwer. Insbesondere Vivi und Elena hatten den Wettergott gegen sich und mussten beinahe jedes Spiel im Regen spielen. Davon wenig beindruckt konnten sie im unteren Baum (Plätze 17-32) erst beim Einzug ins Halbfinale gebremst werden. Platz 21 war also bereits sicher und die 2. Chance aufs Halbfinale gab es ja auch noch. Leonie und Hanka taten sich mit den Bedingungen anfangs sehr schwer, fanden aber nach und nach ins Spiel. Dennoch gingen beide Spiele verloren, so dass am Ende ein sehr guter 13. Platz für die beiden herauskam. Das lässt aufs nächstes Jahr hoffen, da beide vom Jahrgang her nächstes Jahr noch spielen können.

Die Jungs, so schien es, hatten sich scheinbar abgesprochen für den Samstag, denn sie zogen beide jeweils ohne Satzverlust direkt ins Halbfinale ein.

Der Sonntag startete mit Sturm gefolgt von einem Schauer - welchen natürlich Vivi und Elena in ihrem Spiel abbekamen - und ging über in beinahe Windstille und sogar Sonnenschein zu den Finalspielen.

Gestartet sind Vivi und Elena mit dem zweiten Versuch ins Halbfinale einzuziehen, welches sie 2:0 (15:7, 15:2) für sich entschieden. Das Halbfinale ging nach Dauerregen verloren. Da das Wetter sich auch gesundheitlich bemerkbar machte, entschieden wir uns auf das kleine Finalspiel zu verzichten. Somit hatten sich beide Teams am Ende Platz 20, eine Menge nasser Sachen und jeweils eine leichte Erkältung erspielt.

Jetzt waren nur noch die Jungs im Rennen. Toni und Lui im Halbfinale des unteren Baumes und Moritz und Erik in dem des oberen Baumes. Beide Teams konnten die Halbfinalspiele für sich entscheiden und standen somit im Finale. Mit einem souveränen Sieg im Finale 2:0 (15:10, 15:12) und somit nur 2 verlorenen Spielen während des gesamten Turniers zeigten Toni und Lui, dass sie eigentlich viel weiter oben hätten mitspielen können. Am Ende hieß es trotzdem nur Platz 17 für die beiden.

Der Gegner im Finalspiel von Moritz und Erik war das Team Lieb/Pfretzschner aus Bayern. Beide Teams hatten bis dahin kein Spiel verloren, Erik und Moritz sogar ohne Satzverlust. Schon beim Einschlagen war zu erkennen, dass sich die Teams hier nichts schenken werden. Die Taktik war klar: einen großen Bogen um Simon Pfretzschner spielen, da es schwer werden würde, einen Spieler mit solcher Athletik und Abschlaghöhe zu verteidigen. Der erste Satz verlief durchwachsen. Nach einigen Fehlern im Angriff und sehr guten Aufschlägen der Bayern lagen wir 4:9 zurück und mussten somit recht früh von unserer Auszeit Gebrauch machen. Diese wirkte aber Wunder, so dass wir die Bayern bei 9:9 in die Auszeit zwangen. Bei 12:9 Führung sah alles bereits nach einem Sieg aus, aber nach einem Fehler im Sideout und 2 Aufschlagsasse von Simon Pfretzschner lagen wir auf einmal 12:13 zurück und mussten am Ende den Satz 13:15 abgeben. Der 2. Satz war nur kurz zu Beginn ausgeglichen. Vom 2:2 erhöhten Moritz und Erik auf 8:3 durch gute Block- und Abwehraktionen und zwangen die Bayern in die Auszeit. Danach konnte der Vorsprung weiter ausgebaut werden, so dass der 2. Satz mit 15:7 an Moritz und Erik ging. Der Entscheidungssatz startete ausgesprochen gut. Nach 2:2 konnten Moritz und Erik sich einen Vorsprung von 5:2 durch erneut gute Block- und Abwehraktionen erarbeiten und diesen bis zur Auszeit der Bayern auf 11:6 ausbauen. Bei 11:9 wurde es dann nochmal knapp, am Ende gewannen Moritz und Erik den Satz aber verdient mit 15:11 und sind somit das zweite männliche Berliner Team, dass den Bundespokal mit nach Hause nimmt.

Ein 13. und ein 20. Platz bei den Mädchen lässt zwar noch viel Luft nach oben, ist aber trotzdem sehr gut, wenn man die geringe Vorbereitungszeit bedenkt und berücksichtigt, dass 3 Spielerinnen noch Jahrgang 2002 sind. Ein 17. Platz, der Turniersieg und insgesamt nur 2 Spiele verloren bei den Jungs zeigt was möglich ist und wie ausgesprochen gut die Nachwuchsarbeit im männlichen Bereich ist. Ein großes Dankeschön gilt daher den Trainern des Siegerteams in den letzten Jahren Franko Hölzig und Gustav Lenck.

Zu guter Letzt möchte ich mich noch bei Ivy & Stephan Eckardt für die Unterstützung bei An-/Abreise und vor Ort bedanken. Ohne die beiden wäre es nicht möglich gewesen 4 Teams vor Ort zu betreuen, die teilweise auch noch gleichzeitig spielen.

VVB News vom 27.07.2017

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